Die neue umfangreiche Sammlungspräsentation ›A Fire In My Belly‹ zeigt Arbeiten von über dreißig Künstler*innen verschiedener Generationen, in denen Gewalt- und Verlusterfahrungen inszeniert, erlebt und verarbeitet werden. Ausgehend von den unterschiedlichen Kontexten der Werke, untersucht die Ausstellung, wie Künstler*innen diese Erfahrungen in Gesten von Protest und Widerstand ausdrücken. Film- und Videoarbeiten seit den 1960er Jahre werden ergänzt durch Malerei, Skulptur und Performance, die sich zwischen Momenten großer Anspannung, Poesie und Befreiung bewegen. Viele Neuankäufe der letzten drei Jahre sind erstmals in der JSC Berlin zu sehen, darunter Arbeiten von Sophia Al-Maria, Cyprien Gaillard, Leila Hekmat, Barbara Hammer und David Wojnarowicz.  

Der Titel der Ausstellung geht auf den unvollendeten Film ›A Fire In My Belly(Film In Progress) and A Fire In My Belly (Excerpt) (1986-87)‹ des amerikanischen Künstlers und Aktivisten David Wojnarowicz zurück. Angesichts einer Gesellschaft, die auf individueller und struktureller Ebene von sozialer Ungerechtigkeit und Unterdrückung durchdrungen war, reagierte Wojnarowicz auf die polarisierte und aufgeheizte gesellschaftliche Lage in den USA der 1980er Jahre, in der die AIDS-Epidemie und die ›Culture Wars‹ das Leben des Künstlers prägten. 

Sowohl die Ausstellung als auch das Begleitprogramm, bestehend aus Screenings, Talks und Workshops, bietet die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Fragen rund um die Zirkulation und Fortsetzung von Gewaltdarstellungen. Zudem wird verhandelt, welche Rolle wir als Betrachter*innen einnehmen; wie und wann wir selber als Zeug*innen oder Kompliz*innen auftreten. 

Zur Ausstellung erscheint ein Printmagazin mit Texten von internationalen Autor*innen, Künstler*innen und Theoretiker*innen. 

Kuratorinnen: Lisa Long und Julia Stoschek
Kuratorische Assistenz: Eugene Yiu Nam Cheung

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https://www.jsc.art/videos/a-fire-in-my-belly-berlin/

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