Ausstellung Eröffnung

Ausstellung ›X–Raum‹

c/o Kunstpunkt Berlin

Das Netzwerk Freier Berliner Projekträume und-Initiativen organisiert, begleitend zur jährlichen Preisverleihung der ›Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -Initiativen‹ eine Ausstellung für die raumlosen Preisträger*innen. Dieses Jahr werden die Preisträger Coven Berlin und Creamcake ihre eingeladenen Künstler*innen mit Workshops, Performances und Screenings präsentieren. Zusätzlich werden die ausgewählten Kurzfilme zum Thema ›X–Raum‹ des von der AG Preisverleihung des Netzwerkes Freier Berliner Projekträume und -Initiativen organisierten Open Calls gezeigt.

›X–Raum‹:

Projekträume und -initiativen tragen zu einer heterogenen Kunst- und Stadtstruktur bei und sorgen für Dezentralisierung, Vielfalt und Diversität. Das diesjährige Motto ›X–Raum‹ ist auch ein Aufruf zum Schutz für bezahlbare Mieten, für Existenzsicherung und den Erhalt der Selbstbestimmtheit. ›X–Raum‹ steht auch für:

X für die Multiplikation, die Hoffnung auf die Erweiterung des Raums, 

X für die Zehn, zehnmal ›Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen‹

X ist auch ein Hinweis auf die Menge und Vielfalt der künstlerischer Projekträume und -initiativen in Berlin.

X–Raum, der noch offene, unbekannte Raum, der auf uns wartet und gefüllt werden kann von unseren Ideen und Aktivitäten, den wir gestalten und formen können, der beweglich ist und lebendig. Aktiviert und zum Leben erweckt durch das Engagement von Künstler*innen und Projektraumbetreiber*innen und ihrer Arbeit und Energie.

 

Coven Berlin, Creamcake und Kurzfilme zum Thema ›X–Raum‹:

Creamcakes ›Pop Psychologie‹ features Alice Z Jones x Dis Fig´s ›Cast_Off‹
erwählte Kurzfilme des Open Calls ›X–Raum‹, sowie ›Somabog‹ ein
Immersives Performanceformat von COVEN BERLIN:

Der Körper, wie der Sumpf, ist ein Ort der Widersprüche. Interner Konflikt, geerbtes Trauma und ausgefranste Nervensysteme sind mit physiologischen Fähigkeiten für Sensibilität, Genuss und Erneuerung verwoben. Der Körper ist ebenso ein Gefäß, in dem es sich genießen, aber eben auch sterben lässt. Sümpfe erinnern daran, dass Körper nicht der traditionellen Definition von fruchtbar entsprechen müssen, und dass die Abweichungen von der Norm einmal als trivial oder sogar gefährlich erachtet wurden.

Es gibt Aspekte der Sumpfökologie, deretwegen wir dort bleiben wollen, mit dem Gesicht nach unten im Schlamm. Sümpfe sind Gärungsgruben für die Abfälle der Erde, einschließlich von giftigen Abflüssen aus kapitalistischem Ursprung und der Urbanisierung—wir können das nachempfinden. Fähigkeiten wie Konservierung und Versteinerung gelten als weniger wertvoll als Wachstum und Produktion, und deshalb werden sie herabgewürdigt. Wir leben in diesen Anzügen aus Fleisch, und ihre Lebenszyklen fördern eine menschliche Beziehung zur Zeit, aber indem es in der Zeitlandschaft des Sumpfes sitzt, verlangsamt Coven Berlins ›Somabog‹ die Dinge. Dieses immersive Performanceformat schafft die Bedingungen für intensives Zuhören, somatische Ausgrabungen, die Dekolonisation der Abstammungslinien körperlicher Praktiken und das Eintauchen in den tiefen Rhythmus der reproduzierenden Arbeit. Die Veranstaltungen dauern lang, es gibt Betten im Raum, und angeleitete Meditationen helfen Ihnen, torfige Teile Ihres somatischen Körpers zu finden, die Sie sonst vielleicht nicht erkennen würden. In der Hektik der Berlin Art Week gibt ›Somabog‹ Ihnen reichlich Zeit, der Poetik ihrer gelebten Erfahrung, Ihrem Körper und der Art, wie Sie ihn bewohnen, zu begegnen.

Laufzeit: {{fromTo}}

Lage