Ausstellung Eröffnung

Enigma#59: Roman

Einzelausstellung von Bili Bidjocka

Ist Bili Bidjocka ein bildender Künstler? Er ist eindeutig neidisch auf die Schriftsteller:innen. Oder macht er vielleicht etwas, was Schriftsteller:innen nicht können? Worte in der Kunst sind Dinge, keine Bedeutungseinheiten. Die Schrift an der Wand wird zum Bild und funktioniert anders als, sagen wir, der semantische Apparat eines Romans. Dennoch kokettiert Bidjocka mit der Idee, dass die (unterschwellige) Bedeutung in diesen Bildern ein Rätsel darstellt. 

Die Ausstellung verspricht eine souveräne Gleichgültigkeit gegenüber der instrumentellen (praktischen, funktionalen, politischen und wirtschaftlichen) Vernunft. Folglich richtet die Ausstellung ihren Widerstand gegen die erschöpfende Forderung nach ›Bedeutung‹ und den unaufhörlichen Strom kommunikativer Aktivitäten und überbordender Performativität hin zu einer Via Negativa des Unbehagens und des Verlusts, indem sie einen widerspenstigen Raum subjektiver und fiktionaler symbolischer Akte schafft.

Diese Ausstellung findet im Rahmen von ›Vulnerable Archives. On Silenced Archives and Dissenting Views‹—ein Projekt von SAVVY Contemporary (Berlin), in Zusammenarbeit mit R22 Tout-Monde (zusammen mit Atelier Medicis [Clichy/Montfermeil], Un Lieu pour respirer [Les Lilas], Rester. Etranger [Saint-Denis]), After the Archive? (Istanbul), und Archive (Mailand).Gefördert durch und in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung und in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin im Rahmen von The Whole Life: Ein Archivprojekt, gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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