Christopher Cozier, Home/Portal, 2017, digitale Farbfotografie. © Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
Ausstellung Eröffnung

Más Allá, el Mar Canta

Diasporic Intimacies and Labor

Die Ausstellung ›Más Allá, el Mar Canta‹ im Times Art Center Berlin nimmt die chinesische Diaspora in Mittelamerika und der Karibik als Ausgangspunkt, um Systeme der Zugehörigkeit und Ontologien der Begegnung zu untersuchen.

Historische Berichte zum Kolonialismus haben Erzählungen diasporischer Intimität und Vertrautheit oft als unbedeutende Ereignisse oder private Angelegenheiten abgetan. Dies verschleiert aber eben jene kreativen Kräfte, die es möglich machten, ein Gemeinschaftsleben zu reproduzieren—und damit auch Kulturen der Resilienz. Inmitten der Gewalt der kolonialen Arbeit fanden Menschen zunächst einmal zueinander, um miteinander zu leben. Die von Pablo José Ramírez kuratierte Ausstellung ›Más Allá, el Mar Canta‹ ist vom gleichnamigen Buch des afro-chinesischen, kubanischen Autors Regino Pedroso inspiriert. Für dieses Werk erhielt er 1939 den Kubanischen Lyrikpreis, der ihn als eine einzigartige Stimme in der lateinamerikanischen Literatur auszeichnete. Die in der Ausstellung gezeigten Künstler*innen verleihen dem kollektiven Gedächtnis diasporischer Subjektivitäten eine Stimme und beschwören die Spuren kolonialer Geister.

Kuratiert von Pablo José Ramírez

Künstler*innen: Esvin Alarcón Lam, Sybil Atteck, Nicole Awai, Mercedes Azpilicueta, Andrea Chung, Colectivo Hapa, Christopher Cozier, Richard Fung, Mimian Hsu, Peng Zuqiang, Naufus Ramírez-Figueroa, Humberto Vélez, David Zink Yi

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