Courtesy der Künstler

Die Ausstellung ›Disproof Does Not Equal Disbelief‹ des in Berlin lebenden Künstlers Michael Stevenson (*1964, NZ) präsentiert einen unkonventionellen Rückblick auf die künstlerische Praxis Stevensons der vergangenen 35 Jahre. Seit den 1980er Jahren hat Stevenson eine künstlerische Sprache entwickelt, die an der Schnittstelle von Ökonomie, Technologie, Bildung und Glauben operiert und die infrastrukturellen Systeme, die diese Disziplinen bedingen, sowie deren Verschränkung untersucht. Die Ausstellung markiert Stevensons erste institutionelle Einzelpräsentation in Berlin und bietet eine fokussierte Neubetrachtung seines Werks, in der frühe Malereien mit neueren raumgreifenden Installationen in Dialog gesetzt werden.

Fragmentierung wird zur standardisierten Darstellungsweise für ältere Werkgruppen, im Stile der Boneyards der Industrie. Die Navigation durch die Ausstellung erfolgt über die Analogie eines großen Fisches oder des Verdauungstrakts eines Wals. Die Architektur wird so zur Anatomie und damit auch der Inhalt darin, auf dem Boden, an der Wand zu Studien seiner Eingeweide. Mit seiner Ausstellung gewährt der Künstler Einblicke aus dem Bauch eines Wales in die Ursprünge unserer konstruierten Welt, um unser Bewusstsein dafür zu schärfen, dass eine Widerlegung rationaler Theorien nicht automatisch und unwiderruflich mit Unglauben gleichzusetzen ist.

›Disproof Does Not Equal Disbelief‹ wird in Zusammenarbeit mit dem Formerly known as Witte de With Center for Contemporary Art (Kunstinstituut Melly) in Rotterdam präsentiert, wo vom 20 SEP 2020 bis 14 FEB 2021 eine frühere Version der Ausstellung präsentiert wurde.

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