Die Ausstellung beschäftigt sich mit künstlerischen Bezugnahmen auf gesellschaftliche Realitäten der Zeit nach 1990. Zum einen wendeten Künstler*innen ihre, in der späten DDR entwickelten, Arbeitsweisen auf die neue Situation an. Zum anderen machten sie vielfache Erfahrungen der (Selbst)Überschreibung ihrer Praxen und Leben. Viele ihrer Methoden und Motive wurden im Aufeinandertreffen mit dem kulturellen Bezugssystem des wiedervereinigten Deutschlands und den Ökonomien des Kunstmarkts unlesbar. Die Suche nach einer (neuen) eigenen Sprache ist bis heute nicht abgeschlossen. Über die Arbeiten dieser und nachfolgender Generationen reiht sie sich heute in eine Bewegung ein, hin zu einer diverseren Kunst: ›Paradies Leerstand‹, ›Stasisauna‹, ›Gender before Gender‹, ›Wessiwerdung‹ sind künstlerische und kuratorische Fallstudien, die in einer von Suse Weber entwickelten Szenografie aktiviert und miteinander konfrontiert werden.

Fallstudien und Beiträge von: Bakri Bakhit, Tina Bara, Nadja Buttendorf, Can Candan, Yvon Chabrowski, Harun Farocki, Rainer Görß/Ania Rudolph, Jörg Herold, Bernd Hiepe, Margret Hoppe, Susanne Huth, Wilhelm Klotzek/Peter Woelck, Silke Koch, Eric Meier, Minh Duc Pham, Andrea Pichl, David Polzin, Sabine Reinfeld, Sophie Reinhold, Elske Rosenfeld, Tucké Royale, Wolfgang H Scholz, Gabriele Stötzer, Achim Valbracht, Anna Voswinckel/Beatrice E. Stammer, Suse Weber, Anna Zett/Hermann Heisig

nGbK-Projektgruppe: Bakri Bakhit, Elske Rosenfeld, Wolfgang H. Scholz, Anna Voswinckel, Suse Weber

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