Gerd Rohling—Ercolano Underground
Im Rahmen von Featured 2025 | Kuratiert von Sebastian Hoffmann
Besuch nur nach Vereinbarung {{exhibition.opening_hours.fromTo}} Uhr
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Hermannplatz Station, , 10967 Berlin
Zugänglich, wenn die U-Bahn fährt.
Passage befindet sich im U-Bahnhof Hermannplatz auf dem Bahnsteig 2 der U7 in Richtung Spandau.
Rund um den Hermannplatz gibt es Parkplätze auf der Straße. Das Parkhaus Galeria bietet weitere Parkmöglichkeiten.
Seit 1995 wird Gerd Rohlings Serie ›Wasser und Wein‹ in immer neuen Konstellationen ausgestellt—bisher ausschließlich an erhabenen Orten wie dem Archäologischen Nationalmuseum Neapel, auf der legendären 49. Biennale in Venedig, im MAM Rio de Janeiro, in der Neuen Nationalgalerie und im Hamburger Bahnhof, im Museum Boijmans Van Beuningen oder im Dom Quartier Salzburg.
Dass nun ein Set dieser Kelche, Flaschen, Amphoren und Schalen im U-Bahnhof Hermannplatz am Bahnsteig der U7 unter dem Titel ›Ercolano Underground‹ installiert wird, lässt die dem Anschein nach gläsernen Gefäße gewissermaßen heimkehren. Sie verwandeln diesen Ort des zeitlichen, räumlichen und sozialen Transits in eine Wunderkammer und machen Passage zur Auslage.
Dieser Kontext ist eine Premiere: Bisher also nur in stilisiert-rituellen Räumen wie Galerien, Museen oder Biennalen gezeigt, befinden sich die Gegenstände hier an einem alternativen Bestimmungsort. Denn sie bestehen nicht aus Glas, Kristall oder Quarz. Die Gefäße sind aus Plastikmüll zusammengesetzt, den Rohling seit Jahrzehnten aus dem Golf von Neapel fischt. Teilweise sind sie durch das Salz des Meeres, immer aber durch die Neukomposition und ein Lichtarrangement des Künstlers veredelt. Sie bestehen also aus Kunststoff und Licht.
›Ercolano Underground‹ vereint das Erhabene mit dem Einfachen. Der Titel benennt erstens dem Nachfolgeort der antiken Stadt Herculaneum—gelegen zwischen Rohlings Neapel und dem so verheerenden Vesuv, dessen Ausbruch im Jahre 1979 zu ihrem Untergang führte. Zweitens verweist er einerseits auf den buchstäblichen Untergrund, die andere Welt, und den Subkulturbegriff andererseits.
Dass an einem Ort wie dem U-Bahnhof Hermannplatz also—unter der Erde, vor den Augen der Menschen von überall her und überall hin—die schönsten Gegenstände aus Abfall und die kostbarsten Objekte arm sind, macht Gerd Rohlings Installation zu einem leisen, aber kraftvollen Zeugnis von Verwandlung und Möglichkeit.
Kuration und Text: Sebastian Hoffmann
Laufzeit: {{fromTo}}
{{fromTo}} — fortlaufend