Alexander Levy

Alexander Levy. Foto: Valerie Schmidt

Der Galerist Alexander Levy über Kaffee am Morgen

Woran arbeiten Sie gerade?
Wir planen gerade mit sieben weiteren Berliner Galerien (ChertLüdde, HUA International, Klemm’s, KOW, Kraupa-Tuskany Zeidler, Plan B und PSM) die zweite Ausgabe der Gruppenausstellung ›K60‹. Diese eröffnet am 5 SEP in einem Teil der Wilhelm Hallen in Berlin-Reinickendorf. Gleichzeitig bereiten wir die Ausstellung von Su Yu Hsin vor: eine raumgreifende Videoinstallation, auf die wir uns schon sehr freuen.

Wer oder was hat Sie in Ihrer Arbeit beeinflusst?
Meine Eltern, die beide in der Kunstwelt aktiv sind. Lydia Ahrens spielt da jetzt auch eine große Rolle.

Zu welchem Kunstwerk kehren Sie immer wieder zurück?
Das Werk von Meret Oppenheim. Ihre Arbeiten greifen wichtige und immer noch aktuelle Themen auf—gesellschaftliche Themen, aber auch Fragen zu unserem Verhältnis zur Natur und zu uns selbst.

Was würden Sie machen, würden Sie nicht mit Kunst arbeiten?
Wahrscheinlich in der Musikbranche arbeiten—dort machte ich meine ersten beruflichen Erfahrungen. Aber die Kunst hat mich mehr herausgefordert und interessiert.

Was lesen oder hören Sie gerade?
Ich habe gerade ›Nerds retten die Welt‹ von Sybille Berg gelesen und bin begeistert, wie viele neue Ansichten ich dadurch auf unsere Gesellschaft bekommen habe.

Was muss Kunst heute Ihrer Meinung nach können?
Kunst muss Fragen stellen, direkt oder indirekt. Kunst muss für jeden individuell neue Erfahrungen ermöglichen.

Welchem Aspekt der Prä-Pandemie-Welt weinen Sie eine Träne nach—und welchem nicht?
Ich vermisse den direkten Diskurs mit Leuten. Viele habe ich lange nicht gesehen und der Austausch über die anderen Kanäle kann das nicht komplett ersetzen. Ich freue mich allerdings, dass wir mehr Zeit und Ruhe hatten, uns auf einzelne Projekte zu konzentrieren.

Wenn Sie Ihre Arbeit auf einen Begriff bringen müssten—welcher wäre das?
Alles.

Haben Sie ein tägliches Ritual?
Kaffee am Morgen—beim Aufwachen.

Worauf freuen Sie sich in nächster Zeit im Kunst- und Kulturbereich?
Auf unbeschränkte Möglichkeiten—wobei wir aus der Zeit gelernt haben und sicher einige Sachen anders machen werden als vorher.

ALEXANDER LEVY
Su Yu Hsin. Frame of reference
17 SEP—16 OCT 2021
Eröffnung 16 SEP, 18—21 Uhr
Sonderöffnungszeiten Berlin Art Week
16—18 SEP 2021, 11—19 Uhr

 

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