Carina Brandes, "Untitled", 2026
© Courtesy BQ, Berlin

Carina Brandes: Hauntings

Im Rahmen der Gallery Night

BQ
Weydingerstraße 10, 10178 Berlin

Carina Brandes (*1982, Braunschweig) lebt und arbeitet in Leipzig. In ihrem Werk verbindet sie Fotografie, Performance und Collage zu filmischen Bildnarrativen. Ihren eigenen Körper setzt sie dabei als künstlerisches Instrument ein: Mithilfe des Selbstauslösers dokumentiert sie performative Handlungen, die die Grenzen des Körpers materiell wie symbolisch ausloten, um sich den objektivierenden Blick, der auf der Haut ruht, neu anzueignen. In ihren jüngsten Arbeiten rückt die eigene Haut jedoch zunehmend aus dem Fokus. Stattdessen wendet sich Brandes der fotografischen Oberfläche selbst zu, zerschneidet sie und fügt sie zu neuen Bildkonstellationen zusammen. Der Körper der Künstlerin bleibt präsent—in den Leerstellen und Bruchlinien, die zwischen den Fragmenten hervortreten.

In ihrer Ausstellung bei BQ widmet sich Brandes jenen singulären und zugleich wiederkehrenden Momenten, in denen angesichts des Anderen etwas zum Vorschein tritt, was das Vertrauteste fremd erscheinen lässt. In fotografischen Sequenzen, die Reales und Surreales miteinander verschränken, eröffnet sie traumartige Bildräume. Der Traum sucht uns heim, ebenso wie der Geist, um das, was sich der symbolischen Ordnung entzieht, erneut in ihre Bilder einzuschreiben.

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