Grace Weaver
Im Rahmen der Gallery Night
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Lindenstraße 34, 10969 Berlin
Sonderprogramm zur Gallery Night
Donnerstag, 10 SEP 2026, 18—22 Uhr
Soy Capitán, Berlin freut sich, eine Einzelausstellung mit neuen Werken der in Berlin lebenden Künstlerin Grace Weaver anzukündigen.
In häuslichen Interieurs inszeniert, beleben Weavers hochgewachsene Protagonist*innen die kleinen Zeremonien des Alltags. Einzelne Figuren und Paare sitzen auf niedrigen und hochlehnigen Stühlen, halten Amphoren, versammeln sich um einen Tisch oder erheben ein Glas—Körper, die an die Gefäße selbst erinnern. Diese vertrauten Szenen entfalten sich im gemessenen Takt eines Rituals. Streng frontal oder im Profil gehalten, tragen die Figuren die Gelassenheit mykenischer und altorientalischer Siegel und Reliefs in sich. Hinter ihnen deuten farbige Streifen getäfelte Wände oder Türöffnungen an—abstrakte Notationen des Innenlebens, die sich in malerische Flächen auflösen. Wie bei Homer und Joyce liegt die Bedeutung hier in den wiederkehrenden Gesten des Gewöhnlichen und lädt uns ein, ›der Wirklichkeit der Erfahrung zum millionsten Mal zu begegnen‹.
Grace Weaver (geboren 1989 in Vermont) lebt und arbeitet in Berlin. Sie schloss 2015 ihren MFA an der Virginia Commonwealth University, Richmond, ab.
Zu ihren Einzelausstellungen zählen ›Prélude‹ im Kunstmuseum Magdeburg (2026); ›Grace Weaver I‹ und ›Grace Weaver II‹ im Neuen Museum Nürnberg (2023 und 2024); ›Painters and Portraits‹ im Yuz Museum, Shanghai (2023); ›O.K.‹ im Kunstpalais Erlangen (2019) sowie ›Little Sister‹ im Oldenburger Kunstverein (2019).
Ihre Werke befinden sich u. a. in den ständigen Sammlungen des Städel Museums Frankfurt, der Yuz Foundation Shanghai, des FRAC des Pays de la Loire sowie des ARoS Aarhus Art Museum.
Laufzeit: {{fromTo}}
{{fromTo}} — fortlaufend