»Neben dem Gallery Weekend ist die Berlin Art Week für uns der wichtigste Moment im Berliner Kunstjahr. Während das Gallery Weekend im Frühjahr von Galerien für Galerien organisiert wird, ist die Berlin Art Week stärker in den Institutionen und Museen verankert—diesen Häusern, die Berlin in großer Vielfalt zu bieten hat.
Besonders positiv ist, dass sich inzwischen die ganze Stadt auf diese Woche eingestellt hat. Das war nicht immer so. Heute fällt die Berlin Art Week mit dem Auftakt der Herbst- und Wintersaison zusammen: Die Institutionen eröffnen ihre neuen Ausstellungen, und gleichzeitig entsteht ein dichtes Programm aus Talks, Performances, Konzerten und vielen weiteren Formaten.
Für einige Tage verdichtet sich dadurch etwas, das Berlin ohnehin auszeichnet und das wir nicht vergessen sollten: die enorme Vielfalt seiner Kunstlandschaft und das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Akteure. Für uns ist die Berlin Art Week deshalb ein fester Termin im Jahreskalender geworden, den wir nicht mehr missen möchten.«
—Esther Schipper, Galerie Esther Schipper
»Der Landesverband Berliner Galerien (LVBG) ist seit 10 Jahren mit dem VBKI-Preis BERLINER GALERIEN Teil der Berlin Art Week. Durch die Bündelung zahlreicher Kunstereignisse im September ist es der Berlin Art Week gelungen, einen Anreiz für Kunstinteressierte zu schaffen, im September nach Berlin zu kommen. Unser Wunsch für die Zukunft: Die Entwicklung weiterer Features für die Sichtbarkeit der privaten Galerien der Stadt im Rahmen des Festivals.«
—Landesverband Berliner Galerien (LVBG)
»Die Berlin Art Week ist das kulturelle Neujahrsfest dieser Stadt, wie nur Berlin es feiern kann: Vorbei sind die Wochen, da Theater, Opern und Konzertsäle geschlossen sind. Die Berlin Art Week Ist das internationale Signal: Wir sind alle wieder da. Die Galerien geben ihr Bestes, die Museen überraschen, die Kunstgemeinde feiert sich und die Kunst—alle Jahre wieder… unverzichtbar.«
—Peter Raue, Rechtsanwalt und Kunstförderer
»Die Berlin Art Week verkörpert in besonderem Maße das Verschmelzen von Kunst, Performance, Installation, unterschiedlichen Formaten und Institutionen. Die Stadt selbst wird in dieser Woche zur Bühne, auf der vielfältige künstlerische Sprachen und Perspektiven miteinander in Dialog treten. Darin liegt eine besondere Verbindung zu Wentrup: Die Galerie versteht Kunst als offenen Raum für Begegnung, Austausch und die Überschreitung von Grenzen zwischen den Disziplinen, nicht zuletzt durch den Hintergrund von Tina Wentrup, die ursprünglich aus dem Bereich Theater/Tanz kommt.«
—Tina und Jan Wentrup, Galerie Wentrup
»Seit Jahrzehnten zählt Berlin zu den bedeutendsten Kunstmetropolen der Welt. Zugleich ist es eine Stadt, in der allzu viele darauf bedacht sind, ihr eigenes Süppchen zu kochen. Mit der Berlin Art Week gibt es endlich einen Moment im Jahr, in dem viele mit ihren unterschiedlichen Zutaten zusammenkommen, um gemeinsam etwas zu schaffen. Berlin zeigt sich von seiner besten Seite, wenn wir gemeinsam denken und handeln und Seite an Seite stehen.«
—Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Haus der Kulturen der Welt (HKW)
»15 Jahre Berlin Art Week stehen für eine Kunststadt, die nicht stillsteht. Für die Julia Stoschek Foundation waren es intensive Jahre in der Leipziger Straße: volle Räume, lange Schlangen, Gespräche bis spät in die Nacht. Für die Zukunft wünsche ich der Berlin Art Week, dass sie ihre Offenheit und Vielstimmigkeit behält.«
—Julia Stoschek, Julia Stoschek Foundation
»Kunst hat so viele Aspekte—die Berlin Art Week zeigt sie seit drei Lustren in allen Phasen und von allen Seiten: die Produktion in Ateliers, die Präsentation und den Handel in Galerien, die Ausstellung in Institutionen, aber eben auch die Handhabung in privaten Sammlungen. Was passiert mit Kunst nach dem Kauf, nachdem sie »verschwindet«? Wie lebt Kunst »danach«? Wie wird mit Kunst gelebt? Andere das miterleben und daran teilhaben zu lassen, ist ein meist beiderseitiges Vergnügen, die Kommunikation, Verblüffung, Diskussion für Besucher wie für Gastgeber gleichermaßen inspirierend und bereichernd.«
—Ivo Wessel, Sammlung Ivo Wessel
»Die Berlin Art Week integriert die gesamte Klaviatur an Sichtbarkeitsformaten der Kunst: Museen, private Sammlungen, Galerien sowie Projekt- und Kunsträume verbinden sich während dieser einen Woche zu einem komplexen Kunstgewebe, das Berlin weltweit so einzigartig macht. Blickt man auf die Programme der vergangenen Jahre zurück, wird deutlich, wie sich das Kunstfeld stetig verändert: Die Komplexität nimmt zu, Ausstellungsmodelle verschmelzen, und die Grenzen von Öffentlichkeit und Privatheit werden konzeptionell ausgelotet. Wer die Kunst der Gegenwart verstehen möchte, sollte daran teilnehmen.«
—Juliet Kothe, Kuratorin und Autorin
»Seit 15 Jahren macht die Berlin Art Week sichtbar, welche Kraft entsteht, wenn eine ganze Stadt ihre kulturellen Energien bündelt. Ausstellungen, Eröffnungen, Gespräche, Performances und Begegnungen verdichten sich zu einem Programm, das weit über die Kunstszene hinausstrahlt. Die Berlin Art Week mobilisiert nicht nur Institutionen, sondern auch ihr Publikum—und erinnert daran, dass Kunst vor allem dort lebendig wird, wo sie Menschen zusammenbringt. Dass ausgerechnet im Jubiläumsjahr die finanzielle Unterstützung durch die Kulturverwaltung gestrichen wurde, kann man nur als kurzsichtig und skandalös bezeichnen.«
—Thomas Köhler, Berlinische Galerie
»Die Künstlerinnen und Künstler machen Berlin—dass sie hier leben und arbeiten macht die Stadt aus. Die Berlin Art Week stellt das noch mal in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ohne Sie wäre das alles nicht möglich.«
—Gerd Harry Lybke, Galerie Eigen+Art
»Herzlichen Glückwunsch zu 15 Jahren Berlin Art Week! Ich begleite die Berliner Kunstszene seit mehr als zwei Jahrzehnten und freue mich sehr, wie sich das Festival in den vergangenen Jahren zu einer so starken Stimme für den Kunststandort Berlin entwickelt hat. Mit der Eröffnung der Hasenheide 13 später in diesem Jahr wollen auch wir ein dauerhaftes Bekenntnis zu diesem Standort und seiner außergewöhnlichen Kunstszene ablegen. Ich wünsche der Berlin Art Week, dass sie weiter an Strahlkraft gewinnt und den Künstlerinnen und Künstlern, Galerien, Institutionen, Projekträumen und Sammlungen der Stadt noch größere Sichtbarkeit verleiht—sie alle prägen Berlin als internationale Kunst- und Kulturmetropole.«
—Heiner Wemhöner, Sammlung Wemhöner
»Nach dem Sommer hat Deutschland wieder Lust auf Kunst. Und diese Lust wird nirgendwo so befriedigt wie auf der Berlin Art Week. Dieser Slot ist wirklich einmalig. Menschen laufen mit offenen Synapsen durch die Stadt und überall sieht man ein Lächeln. Das Miteinander aller Akteur*innen schafft das Gefühl, Teil einer großen Kunstfamilie zu sein.«
—Karen und Christian Boros, Boros Collection
»Wie kaum ein anderer kenne ich die Berlin Art Week seit der Gründung. Sie war die Konsequenz durch den Wegfall einer wichtigen Messe in Berlin und hat die unterschiedlichen Akteure aus dem Kunstmarkt näher zusammengebracht, es war nie einfach, wird es auch nicht sein, aber der Zusammenhalt ist da und jedem ist inzwischen klar, wie wichtig die Berlin Art Week für die Kunstszene und vor allem Berlin als Kunst- und Kulturstandort ist. Diese Kunstwoche benötigt Stabilität und Sicherheit und diese müssen ihr alle Seiten geben, neben den Akteuren und Sponsoren, auch die Politik, nur so kann sie weiterwachsen und ihre Strahlkraft entfalten.«
—Sebastian Pflum, Geschäftsführer & Direktor Stiftung KUNSTFORUM der Berliner Volksbank gGmbH
»Die Berlin Art Week ist in ihrer elektrisierenden Vielfalt einzigartig. Ganz Berlin ist auf den Beinen! Ein besonders schöner Moment während der Art Week in Berlin ist für uns die Verleihung des Claus-Michaletz-Preises für Kunst aus Osteuropa, verbunden mit einer Einzelausstellung im KVOST. Es ist immer eine intensive Woche voller wunderbarer Begegnungen mit Kolleg:innen und Künstler:innen und eine tolle Gelegenheit, neue Orte zu entdecken.«
—Stephan Koal, Kvost
»Was wäre die Art Week ohne Berlin, Berlin ohne die Art Week, was wäre das? Wir wünschen der Art Week alles Gute – mindestens für die nächsten 15 Jahre – und freuen uns auf den September mit allen Berliner:innen, Museen, Kunsträumen, Galerien, Kunstvereinen, Sammlungen und Künstler:innen. Die Art Week ist für uns eine Woche, in der es kein Limit gibt. Jahr für Jahr gelingt es dem Art-Week-Team, die unterschiedlichen Akteurinnen der Kunstszene Berlins zusammenzubringen. Vielen Dank dafür.«
—Tarik Kentouche und Lorenz Liebig, Scherben
»Die Berlin Art Week ist das wichtigste Kunstevent des Jahres. Das Presseecho ist größer, die Dichte internationaler Kolleg*innen höher und die Besucherzahlen steigen jährlich spürbar an. Für den Ausstellungsraum der Schering Stiftung, aber auch für die Künstler*innen, die bei uns ausstellen, ist diese Veranstaltung ein echter Mehrwert. Bei Jenna Sutela war die Berichterstattung in der Presse überragend, bei Sarah Ancelle Schönfelds Eröffnung rannten uns die Menschen „die Bude“ ein. Am schönsten sind für mich die vielen Herzchen und Kommentare in unserem Besucherbuch. Sie stammen von Kolleg*innen und Kunstfans, die die Ausstellungen inspiriert und begeistert verlassen.
Ich wünsche mir, dass die Berlin Art Week weiter bestehen kann und dass sie als Leuchtturmprojekt der Berliner Kulturlandschaft anerkannt und verstetigt wird. Während der Art Week rückt die Berliner Kunstszene zusammen, zieht Menschen aus aller Welt an und zeigt, was die Stadt an kulturellen Werten zu bieten hat.«
—Christina Landbrecht
»Wie ein Phönix aus der Asche wurde die Berlin Art Week vor 15 Jahren geboren: Aus einem Moment der Krise heraus starteten wir etwas Neues, Ambitioniertes und, wie sich gezeigt hat, sehr Nachhaltiges. Durch die Berlin Art Week sind die Player der Kunststadt Berlin sichtbarer geworden und alle zusammen hatten mehr Aufmerksamkeit und nicht weniger. Zahlreiche Nachahmungen in anderen Städten sind nur ein weiterer Beweis dafür, wie gut dieses Konzept funktioniert und wie weit wir kommen, wenn wir alle an einem Strang ziehen.«
—Positions Berlin
»Berlin ist die Stadt der KünstlerInnen, der Produktion und Zentrum der Kreativität. Es gibt keine vergleichbare Stadt in Europa, wo man diese Energie und Neugierde an und in der Kunst so deutlich spüren kann. Die Berlin Art Week ist seit 15 Jahren sowohl ein Spiegel als auch eine Erinnerung. Sie zeigt, was Berlin als Stadt stemmen kann, lädt die Welt ein, lädt ein zu Diskurs und ist darüber hinaus auch für mich ein Ausrufungszeichen in Zeiten, in denen die Freiheit des Kulturbetriebs in Frage gestellt wird und statt vieler Worte ein lebendiges Zeichen von Aktivität und Sichtbarkeit ist. Statt reden, machen und in Bewegung sein!«
—Diandra Donecker
»Die Berlin Art Week ist für mich Festival und Last zugleich, weil überbordend. Aber sie macht sichtbar, dass Kunst von Freiräumen, Institutionen und Kooperationen lebt. In Erinnerung wird mir immer bleiben die Retrospektive von Margarethe von Trotta im n.b.k., die Kinokunst und Politik zusammendachte. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Art Week nicht nur die Erfolge der Kunststadt Berlin feiert, sondern auch dazu beiträgt, ihre Voraussetzungen zu sichern: Freiräume, institutionelle Vielfalt und unabhängige künstlerische Arbeit.«
—Marius Barbias