Another Sunday Afternoon for Berlin Art Week am 13 SEP 2026 von 14—21 Uhr
Im Rahmen der Berlin Art Week laden wir auch in diesem Jahr herzlich ein zu ›Another Sunday Afternoon‹, einem Tagesprogramm mit Ausstellungen und offenen Ateliers, Gesprächen und Lesungen, Performances und Konzerten. Die Veranstaltung findet statt am 13 SEP 2026 von 14—21 Uhr auf dem Gelände der Fahrbereitschaft.
Zu sehen sein wird ›Hardcore. Die Ausstellung zum Buch‹, eine Gruppenschau mit u.a. Positionen von Karin Sander, Wolfgang Tillmans und Heimo Zobernig. Anlass ist die Veröffentlichung der gleichnamigen Publikation der haubrok foundation: auf rund 400 Seiten versammelt das Buch Erinnerungen des Sammlerpaares Haubrok an Begegnungen und Projekte mit Künstler*innen sowie an Ausstellungen der vergangenen 25 Jahre. Ergänzt werden die Texte durch eigens konzipierte künstlerische Beiträge, wie auch durch Interviews und Essays von Wegbegleiter*innen der Sammlung.
Ebenfalls präsentiert wird die Abschlussausstellung von Seongwon Park, der ersten Stipendiatin der ›HAR—Haubrok Artist Residency‹. Während ihres Aufenthalts in der Fahrbereitschaft hat sich die Künstlerin auf die Suche nach Orten in Berlin-Lichtenberg begeben, die aus der Zeit gefallen scheinen: leerstehende Gebäude, ehemalige Einkaufszentren, verlassene Ladenlokale und Architekturen, deren ursprüngliche Funktion längst verschwunden ist. In Fotografien, Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen untersucht Park die Spuren, die Zeit, Nutzung und Vernachlässigung in diesen Räumen hinterlassen. Ausgangspunkt ihres Projekts wurde ein ehemaliges DDR-Gebäude in Lichtenberg, an dessen Fassade sie auf die Frage »Wo komme ich her, wo gehe ich hin?« stieß. Für die Künstlerin wurde dieser Satz zu einer Frage nicht nur an Menschen, sondern auch an Orte, die auf ungewisse Weise zwischen Vergangenheit und Zukunft verharren. Die entstandenen Arbeiten erzählen von Veränderung, Erinnerung und den stillen Geschichten der Stadt. Sie richten den Blick auf Gebäude und Räume, die im Alltag oft übersehen werden, und fragen danach, was bleibt, wenn eine ursprüngliche Funktion verschwindet und etwas Neues noch nicht begonnen hat.
Auch die auf dem Gelände ansässige Galerie Adamski / Berlin öffnet ihre Türen und zeigt eine neue Ausstellung. Darüber hinaus laden mehrere Mieter*innen zu Atelierbesuchen ein.
Den Auftakt des Liveprogramms macht um 15 Uhr eine Führung von Axel Haubrok durch die Ausstellung ›Hardcore‹.
Im Anschluss präsentiert die Tanzgarage 50 neue Projekte: die auf dem Gelände beheimatete Initiative entwickelt seit vielen Jahren Projekte zwischen zeitgenössischem Tanz, Choreografie und experimenteller Performance.—Für ›Another Sunday Afternoon for Berlin Art Week‹ geben Moss Beynon Juckes und Rosalind Masson Einblicke in ihre aktuelle gemeinsame Arbeit. Ausgehend von Skulpturen der klassischen Antike entwickeln die beiden Performerinnen eine Reihe lebender Tableaus, die sie mit Körper und Stimme beleben, verändern und neu zusammensetzen. Dabei hinterfragen sie tradierte Rollenbilder und die Darstellung von Macht, Gewalt und Geschlecht in der westlichen Kunstgeschichte. Beide Künstlerinnen arbeiten seit vielen Jahren international an der Schnittstelle von Tanz, Performance und Choreografie.
Ebenfalls zu sehen ist ein Projekt von Cree Barnett Williams und Edward Lloyd. Die in Berlin lebende Choreografin, Performerin und Kuratorin beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Fragen von Identität, Erinnerung und der politischen Dimension des Körpers. Gemeinsam mit dem Performer und künstlerischen Forscher Edward Lloyd entwickelt sie eine neue Arbeit, die Improvisation, Bewegung und performative Forschung miteinander verbindet.
Danach wird Klaus Lederer, dessen großer Einsatz für den Erhalt der Fahrbereitschaft—trotz Streitigkeiten mit dem Bezirk und Ausstellungsverbot—Teil der Publikation ›Hardcore. A Passion for Collecting Attitudes‹ ist, ein Gespräch mit Axel Haubrok hierzu führen.
In den Abendstunden übernimmt dann Big Snuff Berlin das musikalische Programm des Tages und präsentiert Konzerte, die zwischen Noise Rock und Heavy Kraut oszillieren.
Den Abschluss des Tages bildet die Videoinstallation ›Beverly and La Brea‹ von Marcus Gaab. Ausgangspunkt der Arbeit ist eine berühmte Fotografie von Stephen Shore aus dem Jahr 1975. Fast fünfzig Jahre später kehrt Gaab an denselben Ort in Los Angeles zurück und filmt ihn erneut aus derselben Perspektive. Entstanden ist eine ebenso einfache wie faszinierende Beobachtung darüber, wie sich Orte verändern und warum manche Bilder über Jahrzehnte hinweg Teil unseres kollektiven Gedächtnisses bleiben.
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Sie!
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Ausstellungen und Open Studios: 14—19 Uhr
›Hardcore. Die Ausstellung zum Buch‹ der haubrok foundation
›HAR‹ Abschlussausstellung von Seongwon Park
Live Events: 15—21 Uhr
›Hardcore‹
Führung durch die Ausstellung mit Axel Haubrok
15—16 Uhr
›Performances, präsentiert durch die Tanzgarage 50‹
von Moss Beynon Juckes und Rosalind Masson sowie Cree Barnett Williams und Edward Lloyd
16—17 Uhr
›Hardcore. A Passion for Collecting Attitudes‹
Gespräch zum Buch zwischen Klaus Lederer und Axel Haubrok
17—18 Uhr
›Big Snuff presents‹
Noise-Rock und Heavy-Kraut-Konzerte
18—21 Uhr
›Beverly and La Brea‹
Videoinstallation von Marcus Gaab
14—21 Uhr
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