Clemen Parrocchetti: Un orlo a giorno per il mio diario (A hemstitch a day for my diary)

Im Rahmen der Gallery Night

ChertLüdde
Hauptstraße 18, 10827 Berlin

Clemen Parrocchetti (1923—2016, Mailand, Italien) war eine wegweisende Vertreterin der italienischen feministischen Kunst der 1970er Jahre. Sie wirkte in den intensivsten Jahren der Frauenbewegung und stellte ihr künstlerisches Schaffen in den Dienst des Kampfes von Frauen um Gleichberechtigung.

Parrocchetti absolvierte ihre Ausbildung in Malerei an der Accademia di Brera und schloss ihr Studium 1956 ab. In den 1960er Jahren entwickelte sich ihr Stil vom existenzialistischen Realismus hin zu einer abstrakten und surrealen Bildsprache. Im Zuge der feministischen Bewegung der frühen 1970er Jahre wandelte sie ihre künstlerische Praxis grundlegend, indem sie Textilien und Alltagsgegenstände des Haushalts—insbesondere durch Stickerei—in ihre Arbeiten integrierte. Ihre künstlerische Grammatik fand sie in den Materialien der häuslichen Arbeit: Nadeln, Garnrollen, Spulen, Küchenutensilien, Medikamente und Textilien. 1978 schloss sie sich der Gruppo Immagine in Varese an und nahm im selben Jahr an der Biennale von Venedig teil. Die Zusammenarbeit mit der Gruppe setzte sich bis in die 1980er Jahre fort.

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{{fromTo}} — fortlaufend

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