Renate Bertlmann: Zärtlichkeit als Widerstand
Im Rahmen der Gallery Night
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Alt-Moabit 110, 10559 Berlin
Eröffnung zur Gallery Night
Donnerstag, 10 SEP 2026, 18—22 Uhr
Renate Bertlmann, geboren 1943 in Wien, zählt zu den zentralen Positionen der feministischen Avantgarde der 1970er-Jahre. In Fotografien, Skulpturen, Objekten, Installationen, Performances und Zeichnungen verhandelt sie seit fünf Jahrzehnten Liebe, Sexualität und Macht mit einer Sprache, die zwischen Zärtlichkeit und Aggression, Ironie und Verletzlichkeit oszilliert. Schnuller, Messer, Kondome und Latex werden zu Trägern körperlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Zuschreibung zugleich.
Im Zentrum ihres Werks steht der Widerstand gegen patriarchale Unterdrückung und das Recht auf Selbstbestimmung. Institutionen wie die Ehe, binäre Rollenbilder und religiöse Bildwelten setzt Bertlmann einer präzisen Umkehrung aus: Verletzlichkeit wird zur Waffe, Unterwerfung zur Provokation, das Sakrale zum Ort subversiven Witzes. Kitsch, Pornografie und Konfrontation treffen dabei unmittelbar aufeinander, komisch und kompromisslos zugleich.
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{{fromTo}} — fortlaufend