Giselle & Juliet
Im Rahmen von Featured 2026
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Juliet, Hinterhof / Courtyard, Bülowstraße 28, 10783 Berlin
Giselle & Juliet ist eine zweiteilige kuratorische Fiktion, inszeniert zwischen Marseille und Berlin, in der zwei gleichnamige Protagonistinnen, jede verankert in einer eigenen literarischen Genealogie, einander erreichen. Die eine schöpft aus der Oper, mit ihrer dramaturgischen Ökonomie von Auftritten, Wiederholungen und Abgängen; die andere aus dem Schreiben, wo Ansprache sich durch Verzögerung, Überarbeitung und Auslassung entfaltet. Das Projekt behandelt diese Referenzen als Arbeitsmethode: jedes Kapitel wird zu einem eigenen Modus der Ansprache. Zirkuliert wird kein festes Programm, sondern ein gemeinsames Archiv aus Texten, Partituren, Aufnahmen und performativen Anweisungen. Dieses Archiv wird in jedem Kontext durch Live-Performance und Lesung reaktiviert und verändert sich in Reaktion auf neue Räume, Akustik, Öffentlichkeit und Aufmerksamkeitsformen.
Im Rahmen des Fonds PERSPEKTIVE für zeitgenössische Kunst & Architektur des Bureau des arts visuels des Institut français Deutschland, gefördert durch das französische Kulturministerium, das Institut français Paris und das Goethe-Institut.