Ayşe Erkmen

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Ayşe Erkmen © Courtesy of the artist and Trautwein Herleth, Berlin. Foto: Yavuz Tanyeli, Istanbul

Wenn es um Inspiration geht, braucht Künstlerin Ayşe Erkmen keine besonderen Rituale. Ihre Neugier treibt sie an.

Ayşe Erkmens Installation ›Typed Types‹ ist ab dem 12 SEP 2026 ein Jahr lang als Artistic Intervention im Café C/O Berlin × Bark Berlin zu sehen.

Gibt es ein tägliches Ritual, das Ihnen Struktur oder Inspiration gibt?
Ich habe kein festes tägliches Ritual, das mir Inspiration gibt.
Ich lasse mich von so vielen unterschiedlichen, miteinander unzusammenhängenden Dingen inspirieren, dass sich das gar nicht in ein Ritual oder eine Struktur zwängen lässt.
Mein Alltag ist eine fortlaufende Inspiration aus Dingen, die ich sehe, fühle, lerne und die mich zum Staunen bringen.

Was würden Sie tun, wenn Zeit, Geld und andere Ressourcen keine Rolle spielen würden?
Nicht viel würde sich ändern!

Gab es ein Buch, das Ihre Sichtweise nachhaltig verändert hat—und warum würden Sie es weiterempfehlen?
Mir wurde erst später im Leben klar, dass mich die Shakespeare-Lektüre als Hausaufgabe in meinen frühen Studienjahren geprägt hat.
In letzter Zeit waren Joan Didion und Annie Ernaux neue Einflüsse.
Vor einigen Jahren verglich mich eine Kritik über meine Arbeit mit Bartleby der Schreibervon Herman Melville—ebenfalls ein wunderbares kurzes Buch.
Und ein Interview mit Jane Campion hat mich davon überzeugt, dass Stillsitzen und Nichtstun keine Faulheit ist, sondern Warten…
Auch ein blau eingebundenes Buch mit einem Interview mit David Lamelas war eine große Inspiration.
Unter anderem…

Was hätten Sie gerne früher gewusst?
…dass die Zeit schnell vergeht. 

Wo tanken Sie Kraft?
Reisen, vor allem das Hin- und Herpendeln nach Istanbul!

Welches Kunstwerk hätten Sie gern bei sich zu Hause?
Ich würde gern eine kleine Ecke meiner Wohnung an eine Arbeit von Michael Asher verlieren.

Welcher Ausstellungsort in Berlin inspiriert Sie?
Bröhan Museum, Jochum&Rodgers, Edition Block…….

Was fasziniert Sie an Berlin?
dass man in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin die unterschiedlichsten Sprachen hört.

Auf welchen Gegenstand können Sie nicht verzichten?
Kaffee, Pilot-Stifte von BEAMS und Paperway-Notizbücher.

Was treibt Sie an?
Neugier.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gern ein Gespräch führen—und worüber würden Sie sprechen?
Ich würde sehr gern mit einem*ie Neurowissenschaftler*in sprechen.

Worauf freuen Sie sich, wenn ein Arbeitstag zu Ende geht?
Mein Arbeitstag endet nie.

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